Klimawandel hat „gravierende Folgen“ für Deutschland

Hitzewellen, mehr Hochwasser und Dürren in Deutschland: Was früher als extrem galt, ist heute normal, bilanziert der Deutsche Wetterdienst in seinem Bericht zu 2024. Die Experten fordern deutlich mehr Tempo beim Klimaschutz.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sieht Deutschland stark vom Klimawandel betroffen. „Schon die bisherigen Folgen für Deutschland sind gravierend“, sagte DWD-Vorstandsmitglied Tobias Fuchs. Jahre, die vor 1990 als extrem eingestuft worden seien, „sind heute normale Jahre“. Der Grund dafür sei „eindeutig der Klimawandel“.

Fuchs führte aus, dass es bei Temperaturen und Niederschlag immer stärkere Ausschläge gibt. Deutschland sei unter anderem mit mehr Hitzewellen konfrontiert als früher. Diese beeinträchtigten insbesondere „vulnerable Bevölkerungsgruppen in Großstädten und Ballungsräumen“.

Pollenallergiker litten darunter, dass die „winterliche Ruhephase“ kürzer werde, so der Experte. Außerdem breiteten sich durch Insekten übertragene Krankheiten stärker aus, etwa die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

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„Jedes vermiedene Zehntelgrad Erwärmung hilft“

Auch die Verkehrswege seien gefährdet, etwa durch Erdrutsche. Die deutschen Küstenregionen wiederum würden vom steigenden Meeresspiegel bedroht. „Wir müssen schnell handeln“, mahnte Fuchs. „Jedes durch ambitionierten Klimaschutz vermiedene Zehntelgrad Erderwärmung hilft.“

Der Leiter des DWD-Bereichs Klimaüberwachung, Andreas Becker, sagte, Extremwetterereignisse seien oftmals „Zahltage für Versäumnisse beim Klimaschutz“. Die Zeit für „einen auch international erfolgreichen Klimaschutz läuft uns davon“, warnte Becker.

Quelle: https://www.tagesschau.de/wissen/klima/klimawandel-folgen-deutschland-100.html

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